Chronik

Der Sportverein und seine Entstehung

Bereits in den Jahren 1923 und 1924 fand sich eine Gruppe fußballbegeisterter junger Männer, von denen noch folgende bekannt sind:

Schmidbauer JosefMeier Josef
Gabler HansHartl Jakob
Herr Diller (Lehrer)Meier Georg
Stetzberger JosefHartl Martin
Schachtner GeorgForsthofer Georg
Helmberger JosefIlmberger Hans
Huber JosefFischer Simon
Hölzl Josef

Es herrschte zwar noch kein regulärer Spielbetrieb, doch wurden gelegentlich Freundschaftsspiele gegen umliegende, ebenfalls nicht organisierte Mannschaften ausgetragen. Als Spielplatz dienten Wiesen innerhalb der Ortschaft.

Der Sportverein und seine Gründung

1931 wurde unter Vorstand Josef Huber der Verein aus der Taufe gehoben. Noch im selben Jahr enstand der erste Sportplatz, der heute als Trainingsplatz genutzt wird. Da der Verein noch kein Eigenkapital besaß, stiftete Kaspar Schleibinger einen „Zenterling“ Geräuchertes für den Erwerb der ersten Garnitur Fußballdressen. Da aus dieser Zeit kaum schriftliche Unterlagen vorhanden sind, konnten nur noch folgende Gründungsmitglieder ausfindig gemacht werden:

Huber JosefIlmberger Hans
Meier RuppertWeiher Max
Schachtner EmmeramFrank Silvester
Frank AugustSchreistetter Anton
Kaindl PaulKarrer Hans
Pauly LudwigBauer Andreas
Breitner JosefIsmann Jakob
H. LandfriedHörl Albert
Wiesbeck IgnazRauch Georg
Finkenzeller JosefBreitner Willi
Schachtner ThomasPauly Peter
Ottowitz JosefGiesel Karl

Der Sportverein und sein Neuanfang nach dem Krieg

Während der Kriegsjahre musste auch der SVN seinen Spielbetrieb einstellen. Erst im Frühjahr 1946 wurde unter dem Vorsitzenden Josef Schachtner der Verein wieder gegründet. Da durch die Folgen des Krieges auch die Trikots verloren gingen, spielte man mit olivgrünen Soldatenhemden und selbstgemachten Fußballschuhen. Trotz dieser Handicaps trug die erste Mannschaft ein Jahr lang ungeschlagen Freundschaftsspiele aus. Der bis dahin als Jugendleiter tätige Thomas Schachtner übernahm im Jahre 1948 den ersten Vorsitz.

Im darauf folgenden Jahr gelang mit folgender Mannschaft der Aufstieg in die B-Klasse:

Stehend von links nach rechts:
Schachtner Thomas, Hausler Ludwig, Engl Josef, Bürgermeister Schachtner Georg, Neumeier Ludwig, Suffa Werner, Kaindl Paul, Breitner Peter

Vorne von links nach rechts:
Breitner Willi, Karrer Max, Seiffert Gustl, Leitner Georg, Finkenzeller Michael

Bedingt durch Spielermangel rutschte man bereits 1951 wieder in die C-Klasse ab. Dies hatte zur Folge, dass der Spielbetrieb in den Jahren 1954 bis 1958 ruhte.

Das Bild zeigt eine Mannschaft um 1950

von links nach rechts:
Klein Michael, Holli Helmut, Groß Adam, Ilmberger Konrad, Finkenzeller Michael, Felsl Georg, Hausler Max, Heinzlmeier Josef, Hilgert Jakob
Auf dem Motorrad: Huber Willi

Bei erneutem Wiederbeginn im Jahre 1958 bekleidete Werner Adam sen. das Amt des ersten Vorsitzenden.
Das Vereinslokal war nun das Gasthaus Schachtner (anschließend Muck), was auch bis zur Schließung im Jahre 2014 so geblieben ist. Werners Amtszeit endete jedoch bereits 1959, als er sein Amt an Kaspar Schleibinger abgab.

Zu diesem Zeitpunkt wurde der in Niederlauterbach zwischenzeitlich ortsansässige ehemalige Nürnberger Nationalspieler Poldi Popp als Trainer verpflichtet. Durch einen tragischen Verkehrsunfall im Jahre 1968 verlor der Verein diesen wertvollen Mann.

Im Jahre 1961 beging der Verein sein 30-jähriges Gründungsfest im Rahmen eines großen Pokalturniers.
Nachfolger von Kaspar Schleibinger wurde 1964 Georg Felsl. Ebenfalls nach 4-jähriger Tätigkeit gab er das Zepter an Sebastian Pauly ab. In diesem Jahr wurden die Umkleidekabinen neu gebaut. Diese wurden lediglich des öfteren saniert aber im Wesentlichen nicht verändert.

Heutige Kabinen mit Geräteschuppen

Mit der Gründung einer Schülermannschaft tat man 1969 einen großen Schritt nach vorne, wie die späteren Erfolge beweisen sollten.

Die Vereinsführung lag in diesen Jahren 1972 bis 1974 unter der Obhut von Erwin Rottenwaller. In dessen Amtszeit hatte man mit der Verpflichtung von Hans Ewerling als Jugendtrainer eine sehr glückliche Hand. 1975 konnte dieser sogar mit seiner Mannschaft den Oberbayerischen A-Jugendpokal gewinnen.

1974 trat Peter Haberstroh in die Fußstapfen von Erwin Rottenwaller. Unter dessen Regie begann man mit dem Bau eines neuen Spielfeldes neben dem bereits befindlichen Trainingsplatz.
2. Vorsitzender Michael Helmberger organisierte täglich Helfer, um die Sumpfwiese abzutragen und neu aufzufüllen. Für diese Baumaßnahme mussten ca. 30.000 m³ Erde bewegt werden. Nach Abschluss der Arbeiten im Jahre 1978 wurde diese herrliche Anlage im Rahmen einer dreitägigen Feier mit einem Pokalturnier eingeweiht.
In dieser Zeit hatte der SVN wohl seine größten sportlichen Erfolge. Nach dem Aufstieg 1976 in die B-Klasse konnte der Verein pünktlich zur 50-Jahr-Feier 1981 die Meisterschaft in der B-Klasse erzielen und stieg somit in die A-Klasse auf.
Im Jahr darauf wurde der SVN Vizemeister, scheiterte aber nach einem hartumkämpften Spiel am TSV Kösching und verblieb in der A-Klasse.

Im Jahr 1983 übernahm Manfred Knappe als 1. Vorstand die Vereinsführung. Unter seiner Leitung wurde der Geräteschuppen erbaut und die Bewässerungsanlage am neuen Sportplatz angelegt.

1985 ging die Vereinsführung an Rolf Suffa über. Zusammen mit seinem Stellvertreter Konrad Schretzlmeier übernahm er den Vorsitz. Im Juli 1986 konnte man noch einen großen Erfolg mit dem Gewinn des Hallertauer Pokals feiern. Der sportliche Erfolg blieb aber schon im Jahr darauf aus und man stieg in die B-Klasse und 1988 in die C-Klasse ab.

In den darauffolgenden Jahren konnte man doch noch einmal in die B-Klasse aufsteigen.

1994 übernnahm Hermann Pauly das Amt des Vorstandes. In dieser sportlich schwierigen Zeit kämpfte man unermüdlich um den Erhalt der Reserve-Mannschaft. Trotz des Einsatzes sämtlicher ehemaliger Spieler und sogar die Verpflichtung von H. H. Pfarrer Thomas Schießl konnte die Abmeldung der Reserve aus Spielermangel nicht verhindert werden. Hinzu kam, dass der BLSV die Reserve-Mannschaften in eigene Klassen einteilte. Aus der ehemaligen C-Klasse wurde die A-Klasse.

Thomas Schießl fühlte sich dem Verein so verbunden, dass er 2001 Vorsitzender wurde. Leider verhalf auch sein geistlicher Beistand dem SVN nicht zum nötigen Erfolg. Der seit Jahren andauernde Wechsel zwischen A-Klasse und B-Klasse gleicht einer Berg- und Talfahrt und nimmt bis zum heutigen Zeitpunkt kein Ende.